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Sportmediziner in Westfalen
Sportmedizin- ein Fachgebiet mit Zukunft...
Sportmedizin mit den Teilbereichen Prävention und Rehabilitation bildet wie kaum eine andere medizinische Disziplin wissenschaft-
liche und kurative Aspekte nahezu aller medizinischen Fachgebiete ab.
Die Zusatzbezeichnung Sportmedizin ist Grundlage einer kompetenten und patientenorientierten Beratung in der Praxis. Vor dem Hintergrund der großen Zahl sportlich aktiver Menschen einerseits und der stark abnehmenden körperlichen Leistungs-
fähigkeit weiter Teile der Bevölkerung und den sich hieraus ergebenden Problemen andererseits wird der Bedarf an sportmedizinisch orientierter Patientenbetreuung zunehmen.
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Ärztinnen und Ärzte, die die Zusatzbezeichnung Sportmedizin führen, erhöhen mit dieser Qualifikation die Patientenbindung. Für Trainer, Sportlehrer und Physiotherapeuten sind sportmedizinische Kenntnisse Grundlage einer qualifizierten Tätigkeit.
Fort- und Weiterbildung in der Sportmedizin
Modifikation in der Musterweiterbildungsordnung 2010
2010 kam es zu einer Modifikation der Musterweiterbildungsordnung derart, dass die Supervision ersatzlos gestrichen wurde und die 120 Stunden Vereinsbetreuung parallel zur Kursweiterbildung erfolgen kann. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe hat uns die Modifikation bestätigt.
Aktuelle, umfassende Informationen zur Fort- und Weiterbildung
Das aktuelle DGSP-Kursheft enthält neben einer Auflistung von Veranstaltungen umfassende Informationen zur Fort- und Weiterbildung:
Definition Sportmedizin:
Die Zusatz-Weiterbildung Sportmedizin umfasst in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz die Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Rehabilitation von Sportschäden und Sportverletzungen sowie die Untersuchung des Einflusses von Bewegung, Bewegungsmangel, Training und Sport auf den gesunden und kranken Menschen.
Weiterbildungsziel:
Ziel der Zusatz-Weiterbildung ist die Erlangung der fachlichen Kompetenz in Sportmedizin nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte sowie des Weiterbildungskurses.
Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung:
Facharztanerkennung
Infos für Veranstalter:
Neuregelungen ab 2011 / verbindlich ab 2012:
Die Kursgestaltung unterliegt ab Januar 2012 dem neuen Curriculum, welches nicht mehr Wochenend- und Wochenkurse, sondern Zweitageskurse (ZTK) vorsieht.
Das neue Halbjahresheft der DGSP (siehe oben) enthält alle Informationen über die neuen Kurse. Bitte bei der Planung der Veranstaltungen für 2012 beachten!
Bedingungen für die Anerkennung von Weiterbildungs-Kursen und Veranstaltungen:
Die Ärztekammer erkennt die Kurse in Absprache mit der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (ehem. Deutscher Sportärztebund) unter folgenden Bedingungen an:
- Die ärztlichen Leiter und die Kurse müssen vorab durch die für den Ort der Veranstaltung zuständige Ärztekammer anerkannt werden.
- Die Kurse müssen den von der Ärztekammer vorgeschriebenen Anforderungen entsprechen.
- Bei großen Kongressen, d.h. multithematischen Veranstaltungen mit Beteiligung vieler Firmen, ist Firmen und Produktwerbung erlaubt.
Bei sportmedizinischen Weiterbildungsveranstaltungen, die nicht als multithematische Veranstaltungen aufzufassen sind, ist Firmen-, nicht aber Produktwerbung gestattet. Firmenwerbung heißt Name und Logo, Produktwerbung betrifft Medikamente, Medizingeräte oder auch Heilmittel mit namentlicher Nennung.
Kurs-Weiterbildung
Allgemeines:
- Es bedarf der vorherigen Anerkennung des jeweiligen Kurses und dessen Leiters durch die für den Ort der Veranstaltung zuständige Ärztekammer.
- Bei Auslandsveranstaltungen wird statt einer vorherigen Anerkennung bei Antragstellung für die Zusatzbezeichnung „Sportmedizin“ im nachhinein eine Einzelentscheidung über die anzuerkennende Stundenzahl in den einzelnen Kategorien der jeweiligen Veranstaltung an Hand des Programms, der Referenten und der Rahmenbedingungen herbeigeführt. Zuständig ist die jeweilige Ärztekammer des Teilnehmers.
- Die Kurse müssen den von der Ärztekammer vorgeschriebenen Anforderungen entsprechen.
- Von den 240 Stunden Weiterbildung sind 120 Stunden Theorie und Praxis der Sportmedizin und
- 120 Stunden mit der Thematik „sportmedizinische Aspekte des Sportes“ (in Theorie und Praxis) zu absolvieren.
- Die Zeugnisse oder Teilnahmebescheinigungen über die Ableistung von Kursen müssen eine detaillierte Auflistung der Kursinhalte und der Kursstunden (Kästchensystem) enthalten (Formular Spomed. 1a und 1b).
- Weiterbildungsveranstaltungen haben sportmedizinisches Basiswissen, nicht Spezialwissen oder Lehrinhalte anderer Fächer, wie z. B. chirurgische Op-Methoden, allgemeine EKG-Beurteilung zu vermitteln.
- Randbereiche, sportmedizinische Spezialthemen (z. B. Verbandstechniken, Tapen, Chiro-Therapie) oder Spezial- sowie Trendsportarten (z. B. Tauchsport, Inline Skaten) gelten i.A. als Fortbildung, sie können nur mit der ihnen zukommenden geringen Stundenzahl für die Weiterbildung angerechnet werden.
Spezielles:
- Eine Kursstunde dauert 45 Zeitminuten, u. U. mit 15 Minuten Diskussion
- Es dürfen nicht mehr Stunden angerechnet werden, als im Programm vermerkt sind (vor allem an An- und Abreisetagen!)
- Es müssen nach 2-3 Stunden angemessene Pausen gewährt werden, mindestens eine Mittag(essen)s- und Abend-(essens)-Pause.
- Pausen zählen nicht zu den anrechenbaren Stunden.
- Training, Wettkämpfe, Freizeitaktivitäten und Besichtigungstouren zählen nicht zur Weiterbildung, sondern zu den Pausen.
- Jeder Teilnehmer erhält am Kursende eine Bescheinigung
Berufsgenossenschaftlicher Versicherungsschutz
Kursteilnehmer, Organisatoren, Moderatoren und Mitarbeiter können bei Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen der DGSP und des Sportärztebundes Westfalen e.V. gesetzlich versichert sein. Ausführliche Informationen finden Sie hierzu unter
Prüfungsrelevante Basis-Literatur
1. Physiologie
- de Marées H., Sportphysiologie, Sport und Buch Strauß Köln,9. Auflage 2002
- Hollmann W, Hettinger Th, Sportmedizin, Schattauer Stuttgart, 4. Auflage 2000
- Mc Ardle WD., Exercise Physiology, Lippincott & Wilkins, Hagerstown, USA, 1996
2. Klinische Medizin
Allgemeinmedizin/Innere Medizin
- Dickhuth HH et.al., Sportmedizin für Ärzte, 2. überarbeitete Auflage, Deutscher Ärzteverlag Köln, 2010
- Halle M. et al., Sporttherapie in der Medizin, Schattauer Verlag, 2008
- Kindermann W. et al., Sportkardiologie,,Dr. Steinkopff Verlag Darmstadt, 2003
- Rost R., Lehrbuch der Sportmedizin, Deutscher Ärzteverlag Köln, 2001
- Rost R., Sport und Bewegungstherapie bei Inneren Krankh., Deutscher Ärzteverlag Köln, 2005
Pädiatrie
- Hebestreit H. et al., Kinder- und Jugendsportmedizin, Thieme Stuttgart, 2002
Orthopädie
- Birnesser H. et al., Die orthopädische Untersuchung in der Sportmedizin, Hoffmann Schorndorf, 2001
- Engelhardt, M., Sportverletzungen, Elsevier, München, 2006
- Renström P., Verletzungen im Sport, Prävention und Behandlung, Deutscher Ärzteverlag, 3. Auflage 2002
- Klümper A., Handbuch der Sporttraumatologie, Ecomed-Verlag, 1998
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